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Zum Abschluss nochmals in die Berge

Ein kurzer Abstecher an den Gardasee, um nach heißen Temperaturen auf der Fahrt nochmals eine kleine Abkühlung zu erhalten.

In Algund bei Meran wurde Bob schließlich repariert und von dort aus fuhren wir weiter ins Grödner Tal, wo wir noch ein paar Tage mit Freunden verbringen. 

Nach Monaten am Meer wandern wir nun wieder bei gutem und auch weniger gutem Wetter in den Bergen.

29.6.14 09:26


24.6.14 10:30


Pilgerstätte der Superlative

Als wir letztes Jahr in Padua die letzte Ruhestätte des heiligen Antonius und damit eine wichtige Pilgerstätte Italiens besucht hatten, hatten wir an einem gewöhnlichen Wochentag einen riesigen Ansturm auf die Kirche des Heiligen erlebt.

Auch in Assisi waren Menschenmassen am Namenstag des heiligen Franziskus in die Stadt gekommen, wahrscheinlich aber hauptsächlich weil sich auch der Papst angekündigt hatte. 

Was wir aber als Pilgerstätte des Padre Pio, des heiligen Pius, in San Giovanni Rotondo vorgefunden haben, toppte gänzlich unser Vorstellungsvermögen. Nicht die Menschenmassen, sondern die immensen Ausmaße der Pilgerstätte plätten einen vollkommen. Eine riesige Kirche, darunter der Sarkophag des Heiligen, darumherum Konferenz-, Beicht-, Bet- und Begegnungssäle, Souvenirladen, Pilgerinformationszentrum, Krankenhaus, Parkplätze, Helilandeplatz, alles eigens für die Besucher der letzten Ruhestätte neu gebaut. Platz- und Geldfragen können dabei keine Rolle gespielt haben! Abgefahren, absolut abgefahren!

 

 

22.6.14 21:40


Castel del Monte

Eigentlich wollten wir gestern nur kurz mal noch durch Martina Franca schlendern und uns die Prachtbauten, die im Reiseführer beschrieben sind, anschauen. Aber es war Mittwoch und damit war Markttag und die gesamte Innenstadt war voller Marktstände. Sämtliche Nebenstraßen waren belagert und Menschenmassen drängten sich von Wäsche-, über Schuh- zu Haushaltswarenständen. Wir mittendrin. Obwohl wir nicht mal annähernd die Hälfte der Stände abgegangen waren, waren wir gut zwei Stunden unterwegs, bis wir endlich auf dem Obst- und Gemüsemarkt angekommen waren. Dort wurden wir dann auch fündig.


In Alberobello (bekannt für seine Trulli-Häuschen), wo wir erst am Nachmittag ankamen, ging ein wahrer Wolkenbruch über uns nieder, der uns zu einer längeren Pause zwang und so erreichten wir Castel del Monte pünktlich zur Schließungszeit.



Dafür war am nächsten Morgen das Wetter wieder etwas gnädiger mit uns und wir konnten das Kastell bei Sonnenschein besichtigen.

Schon ein imposantes Bauwerk!

19.6.14 14:43


Wo Apulien aufhört

Am Wochenende ging es von Caprarica bis ans südlichste Ende von Apulien bei Santa Maria di Léuca.


Kloster Santa Maria di Léuca.

Wir - am südlichsten Punkt Apuliens. 

In Otranto, etwas nördlich an der Ostküste, schauten wir ab Mitternacht das erste Italienspiel auf dem Marktplatz beim Public Viewing - mit Vorabprogramm, Streetfootball und Verkaufsständen war ganz schön was los. War ganz cool. Italien hatte ja dann auch 2:1 gegen England gewonnen.

Am nächsten Morgen waren es trotz Wolken schon wieder weit über 30 Grad und so gingen wir erstmal mitten in der Stadt im Meer baden. Die Bucht ist ziemlich groß und seicht und man kann weit ins Meer hinausgehen, bis man nicht mehr stehen kann.

Wie ein riesiges städtisches Seeschwimmbad. Kaum waren wir dann wieder zurück am Auto, braute sich ein mächtiges Gewitter mit ordentlichem Platzregen zusammen. Gerade so viel, dass wir in der Starkregenphase einmal unseren Bob von außen grundreinigen konnten.  

Nach dem Unwetter fuhren wir über Gallipoli weiter bis Santa Caterina. Obwohl es durch das Gewitter und den Regen kurzfristig um 15 Grad kälter geworden war, die Wolken sich aber schnell wieder verzogen hatten und die Sonne wieder ungehindert scheinen konnte, wurde es am Nachmittag unglaublich schwül und heiß. Unser Stadtspaziergang fiel entsprechend kurz aus und endete in der Gelateria.


In Santa Caterina fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt am Meer, wo wir die Nacht über stehen und am Morgen baden konnten. Das Wasser ist hier in Salento, eben diese südliche Region um Lecce bis zur Spitze, genauso klar wie auf Sardinien und es gibt auch einige vergleichbare Strände. Das Landesinnere besteht zum Großteil aus Olivenhainen – soweit das Auge reicht.


Am Montag fuhren wir über San Césario zurück nach Caprarica und schauten mit Rosa und Achim das Deutschlandspiel.


Wir hatten verabredet, am Abend zum Abschluss unseres Besuchs gemeinsam Essen zu gehen und typisch süditalienisch fiel das Essen in eine wahre Essensschlacht mit verschiedensten Vorspeisen, Primi und Secondi Piatti aus. Absolut gut!

Seit gestern sind wir nun wieder in Richtung Norden unterwegs. Allzu weit sind wir allerdings nicht gekommen. Ostuni, die weiße Stadt, konnten wir noch besichtigen bevor das nächste Gewitter kam und in Martina Franca fanden wir schließlich einen Stellplatz für die Nacht.


Heute fahren wir über Alberobello, wo es die berühmten Trulli-Häuschen zu sehen gibt, und Castel del Monte bis San Giovanni Rotondo, der Pilgerstätte des heiligen Pius. Die wollen wir uns auch noch anschauen, nachdem wir für Nicht-Katholiken mit Padua, Assisi, Rom, Loreto, ( ... ) eh fast schon eine kleine Pilgerreise hinter uns haben.

 

 

 

 

 

 

 

16.6.14 09:48


Zu Gast in Caprarica

Seit zwei Tagen sind wir zu Gast bei Rosa und Achim, unseren ehemaligen Nachbarn aus Kirchheim. Rosas Familie stammt hier aus der Nähe von Lecce und es hat sich so ergeben, dass sie zur gleichen Zeit Urlaub machen und hier unten nach dem Rechten sehen. Ganz gemütlich verbringen wir die Tage mit einkaufen (Schuhe), am Strand, mit Fußball, üben uns im Nachbarschaftssmalltalk und natürlich mit essen. In den nächsten Tagen wollen wir die südliche Küste Apuliens einmal komplett abfahren und am Montag nochmals mit den Beiden das erste Deutschlandspiel schauen.


13.6.14 11:09


Sprachkurs in Bari und Weinfest in Brindisi

Am Montag fanden die ersten zwei Stunden Italienischunterricht in Mola di Bari statt. Nachmittags fuhren wir nach Bari, wo man zum zweiten Mal versuchte, unser Auto aufzubrechen. Wir hatten es auf einem gut einsichtigen, öffentlichen und zu bezahlenden Parkplatz am Hafen abgestellt und trotzdem war die Schiebetür bei unserer Rückkehr wieder einen Spalt breit offen.  Toi, toi, toi, auch dieses Mal hat unser Vorhängeschloss gehalten. Wir sind außerdem froh, dass es mit der Reparatur des Schlosses bisher nicht geklappt hat, sonst könnten wir es wohl gerade wieder reparieren lassen.

Die Stadt selbst ist ganz schön, verhältnismäßig groß und dank riesiger Kreuzfahrtschiffe voll von Touristengruppen. Neben der Kathedrale, dem Hafen für die Kreuzfahrtschiffe, der Markthalle und der Altstadt mit ihren Gassen und Winkeln kann man auch die „Schwaben-Burg“ Friedrichs des II. besichtigen. Von hier aus wurden im 13. Jahrhundert unter dem Staufer die Kreuzzüge nach Jerusalem geführt. Außerdem liegt in der Basilika San Nicola Sankt Nikolaus von Myra, der Schutzpatron der Stadt, begraben.

Am Dienstag fuhren wir nach unserem Sprachkurs weiter nach Brindisi, wo zufällig nicht nur das Weinfest, sondern auch der Start der Segelregatta Brindisi-Korfu stattfand. Das Weinfest war aber ganz cool, mit Livemusik, vielen Verkaufsständen und heißem Wetter bis in die Nacht. Insgesamt hatten wir sieben verschiedene Weine probiert, von denen wir aber nur einen wirklich gekauft hätten. Zu essen gab es allerlei Typisches aus der Region – für mich natürlich Spaghetti allo scoglio und frittierte Meeresfrüchte und für Carsten frisch handgemachte Pasta und gegrilltes Fleisch.


13.6.14 13:32


Pfingsten in Vieste

Heute ist ein wolkenloser, toller Pfingstsonntag! Um acht Uhr waren es schon 27 Grad im Schatten. Wir verlassen heute die Halbinsel Gargano in Richtung Bari und zum Glück geht hier an der Küste ein recht starker Wind. So lässt sich das herrlich warme Wetter prima aushalten.

Die letzten Tage haben wir auf der Halbinsel Gargano verbracht. Die ganze Insel scheint über und über aus Olivenhainen zu bestehen, überall gibt es Direktverkäufe an der Straße. Unser Campingplatz in Vieste, der nebenbei einer der besten Plätze ist, die wir bisher besucht hatten, gehört zu einer Hotelanlage direkt am Strand, mit Pool, Bar, Privatstrand und, und, und ...


An der Rezeption wird Olivenöl direkt aus Vieste verkauft und wir hatten es probiert und als ungeheuer mild und fruchtig empfunden. Anders als die Öle die wir bisher gekauft hatten. Auf meine Frage hin, ob es denn möglich sei, die auf dem Etikett abgedruckte Azienda zu besuchen und dort eventuell Olivenöl direkt kaufen zu können, schnappte sich der Empfangsmensch das Telefon und machte für uns einen Termin für zehn Uhr am nächsten Tag (gestern) aus. Na gut. So direkt hatten wir das eigentlich nicht vor, sondern es war vielmehr eine informative Frage gewesen, aber nun war der Termin schon gemacht und wir fanden uns am Samstagmorgen in bequemen Schuhen, so hatte man es uns gesagt, an der Hotelrezeption ein.

Was in den nächsten geschlagenen fünf Stunden folgte, haben wir mal wieder unter „Lebenserfahrungen“ abgelegt und uns eines geschworen: Verabrede dich nie wieder in Süditalien zu einer Tour oder einem Ausflug, ohne eine feste Rückkehrzeit abzumachen.

Wir hatten gedacht, wir fahren auf einen Hof oder eine kleine Fabrikanlage und bekommen ein wenig über die Herstellung von Olivenöl erzählt. Tatsächlich fuhren wir zunächst einmal mit dem Fiat Panda 4x4 eine halbe Stunde auf kleinen Straßen durch Olivenhaine ins Hinterland, bis wir irgendwann von der Straße abbogen und für die nächsten Stunden alles an Buckelpistentauglichkeit aus dem Auto herausholten, was möglich war. Der Besitzer der Olivenplantage erzählte uns mit Herzblut die ganze Geschichte der in der in der dritten Generation befindlichen fünf- bis sechshundert Olivenbäume und gefühlt hatten wir jeden einzelnen davon mehrfach begutachtet.


Zunächst fuhren wir mehrmals kreuz und quer über das steinige Gelände, um uns besondere Wachstums- und Schnittformen, unterschiedliche Blütenstände und Blätterfarben der Bäume anzuschauen.


Nachdem wir dann auch alte Stallungen, die Steinmauer, das alte Landhaus und die Bäume im angrenzenden Waldstück zu Fuß angeschaut hatten, es bereits zwölf Uhr war und wir beide Hunger hatte, hofften wir, dass wir uns nun langsam aber sicher zum Hof aufmachen würden, um das Öl dann auch probieren zu können.

Weit gefehlt. Die Azienda trägt den Beinamen „Aquaviva“,  da sich auf dem Gelände ein altes römisches Aquädukt samt Brunnen befindet. Wir hatten schon so eine Vermutung als er mit Eimer und Seil bewaffnet nochmals mit uns den Berg hinablief. Bisher war es recht interessant gewesen und man merkte ihm an, dass sein Herz wirklich für die Natur und die Pflege dieser Bäume schlägt, aber die darauf folgende eineinhalbstündige Wanderung zum Wasserloch und wieder zurück hätte nicht auch noch sein müssen - zumal Carsten einen heftigen Heuschnupfenanfall bekam.

Nachdem es dann kurz nach zwei Uhr war, wir auf dem weiteren Weg wiederum etliche Stopps einlegten, sagten wir ihm höflich, dass wir uns auf drei Uhr mit Leuten vom Campingplatz verabredet hätten und langsam aber sicher zurück müssten. Die Enttäuschung war ihm sichtlich anzusehen, denn er hatte noch eine Verköstigung bei sich zu Hause geplant, die wir aber dankend ablehnten. So brachte er uns dann auch auf direktem Weg wieder zurück ans Hotel, und der Empfangschef meinte nur, als er uns zurückkommen sah: „oh, das war wohl eine etwas ausgedehntere Tour …“.

Wer hätte auch gedacht, dass jemand wildfremden Touristen einfach so fünf Stunden seiner Zeit opfert. Ach ja, das Öl selbst gab es übrigens nur an der Rezeption selbst zu kaufen!

Abens waren wir dann noch ein wenig in der Altstadt von Vieste unterwegs, einem wirklich schönen Ort, in dem allerhand los ist. Jetzt am Wochenende wurde dort zum Beispiel auch ein Triathlon ausgetragen.



9.6.14 14:30


Rom - L'Aqulia - Gargano

Es ist Donnerstagnachmittag, in einer Stunde versuchen wir das French Open Halbfinale mit deutscher Beteiligung über unsere Mini-Antenne und italienisches Fernsehen zu schauen. Mal sehen ob das funktioniert. Solange bringe ich euch auf den neuesten Reisestand. Seit gestern sind wir in Peschici, auf der Halbinsel Gargano und genießen herrliches Wetter und eine tolle Landschaft.

Am Samstagabend waren wir wie schon am Abend zuvor in die Stadt gefahren und zwangsläufig aufgrund der warmen Temperaturen erstmal Eis essen! Bisher hatten wir in Rom sehr gutes Eis bei Grom (ist eine Kette mit Filialen im ganzen Land) gegessen und nun noch eine weitere gute Adresse gefunden: Verde Pistacchio in der Via Nazionale 239. Dort gibt es ein sehr gutes Pistazieneis und ein mindestens genauso gutes Nocciotella (Haselnuss-Nutella-Eis)!

Von dort aus schlenderten wir über die Piazza del Quirinale, vorbei an der Fontana di Trevi zum Pantheon und von dort aus weiter zur Piazza Navona.

Unterwegs hatten wir uns mit allerlei Leckereien ausgestattet (unter anderem mit einem überraschend gut schmeckenden Espresso-Wein) und ließen uns dort nieder.


Als wir dann auf dem Rückweg Halt an der Spanischen Treppe machten, ging es Carsten schon nicht mehr so gut und den Sonntag über verbrachte er mit Fieber im Bett.  

Am Montag schauten wir dann noch auf dem Stellplatz die Übertragung der Militärparade anlässlich des italienischen Nationalfeiertags. Ursprünglich wollten wir dazu in die Stadt hinein und sie uns live anschauen, aber das war ganz und gar unmöglich. Aber es war ganz gut so. Erstens war es schon morgens um zehn brütend heiß gewesen und zweitens konnten wir so doch große Teile der Kommentatorenerklärungen zur Herkunft und Geschichte der einzelnen Paradeteilnehmer ganz gut verstehen und bekamen mehr mit, als wenn wir vor Ort gewesen wären.

Nachmittags setzten wir unsere Fahrt in östlicher Richtung fort und fuhren über Tivoli in die Abruzzen in den Parco Nationale di Gran Sasso.


Mit einem Stop in L’Aquila besuchten wir schon zum zweiten Mal eine von einem Erdbeben völlig zerstörte Stadt und obwohl hier das Erdbeben schon fünf Jahre her ist, ist die Innenstadt zum Teil noch großräumig gesperrt, viele Häuser sind komplett eingerüstet oder werden jetzt erst renoviert oder abgerissen. Auch Santo Stefano di Sessanio, dem im Reisebuch schön beschriebenen Städtchen ist noch immer mehr kaputt, als wieder aufgebaut. Ganz schön bedrückend, wenn man so durch die leeren Gassen eines Ortes geht und alles ist verlassen.


Etwas südlich von Pescara erreichten wir dann wieder das Meer und sind seitdem in südlicher Richtung mit Ziel Lecce unterwegs. Dort wollen wir in den kommenden Tagen unsere ehemaligen Nachbarn aus Kirchheim treffen. Zuvor machen wir aber am Montag und Dienstag noch einen Mini-Sprachkurs. Vier Stunden Doppel-Einzelunterricht!

 

3.6.14 11:11


Ganz schön was passiert ...

seitdem wir am Mittwochmorgen in Livorno von Bord der Fähre gegangen waren!

Gerade haben wir in Windeseile den Tisch und unsere Stühle zusammengepackt, unter Bob verstaut, den Strom abgezogen und warten nun, dass sich das Gewitter, das sich seit einiger Zeit mit tiefdunklen Wolken angekündigt hatte, über uns entlädt und weiterzieht. Dann wollen wir uns auf in die Stadt machen. Wir sind seit gestern in Rom und stehen in der Via Casilina ganz in der Nähe des Stadtzentrums auf einem Stellplatz für 15 Euro, bewacht und mit Strom und Wasser.

Aber was war los in den letzten Tagen? Zunächst hatten wir das Problem mit unserem Internetzugang. Obwohl wir das Festland wieder erreicht hatten, funktionierte unser Internet über das Tablet nicht mehr und das bis gestern Abend. Unser Tablet hatte sich in das schiffseigene Handynetz eingewählt, das wiederum mit einem Satteliten verbunden ist und hat für 8MB die stolze Summe von 170 Euro an Kosten verursacht. Damit war unser Konto erstmal gesperrt und wir dreimal bei TIM (unserem Anbieter), bis die Rückerstattung und die Freischaltung erledigt waren. Was man nämlich wissen muss: diese automatische Einwahl kann man nicht ausschalten, sondern muss auf der Fähre das Tablet ganz ausschalten. Die Leute bei TIM waren jedoch so nett, uns die angefallenen Gebühren zu erlassen, aber es hat eben drei Tage gedauert, bis wir wieder ins Netz konnten. Klingt erstmal nicht so schlimm, aber gerade in den letzten drei Tagen wäre ein funktionierender Internetzugang Gold wert gewesen!

Von Livorno aus fuhren wir mit Ziel Perugia über die „Grande Communicazione Livorno-Firenze“ und machten Halt in Florenz. Bei unserem letzten Besuch hatten wir das gesamte must-do-Programm absolviert, mit Ausnahme eines Besuchs des Doms. Den hatten wir nicht auch noch geschafft und wollten dies am Nachmittag nachholen. Wir hatten nach einiger Sucherei einen prima zentrumsnahen Parkplatz gefunden, unseren Bob so gut es geht (mit Zentralverriegelung, Lenkradsperre, Verzurrung der Fahrer- und Beifahrertür und einem Vorhängeschloss in der Laufschiene der Schiebetüre) gesichert und waren über die Ponte Vecchio in die Stadt geschlendert. Als wir wieder zurück kamen fanden wir unseren Bob mit aufgebrochenem Schiebetürschloss vor. Das Schloss hatte den Dieben wohl keine Probleme bereitet, dafür aber unser Vorhängeschloss. Die Schiebetüre ließ sich keine drei Zentimeter weit öffnen, die Vordertüren waren verzurrt  und so war zum Glück nichts gestohlen worden! Aber das Schloss war hin und seitdem können wir unsere Schiebetüre nicht mehr abschließen.

Die folgenden eineinhalb Stunden verbrachten wir bei den Carabinieri, um eine Dokumentation des Vorfalls für unsere Versicherung zu bekommen und die letzten zwei Tage haben wir hauptsächlich damit verbracht, eine VW Werkstatt zu finden, die uns das Schloss austauschen kann. Seit gestern Mittag haben wir die Suche aufgegeben, da kein Zentrallager das Ersatzteil da hat, sondern in Deutschland bestellen muss, was für uns bedeuten würde, dass wir mindestens zehn Tage am selben Ort bleiben müssten. Zum Glück haben wir ja unser Vorhängeschloss!

Und so sind wir über den Lago Trasimeno, über die wirklich tolle Stadt Perugia nun in Rom angekommen.


Gestern Abend waren noch ein wenig unterwegs und über die Piazza Venezia nach Trastevere gegangen und haben Rom auf seine für uns schönste Art genossen. Nach Ladenschluss, dann wenn die Plätze nicht mehr überlaufen sondern nur noch belebt sind, Straßenkünstler für Unterhaltung sorgen, es immer noch warm ist aber schon so dunkel, dass die Plätze bereits beleuchtet sind.


Eigentlich wollen wir jetzt dann auch wieder los. Aber das Gewitter ist immer noch nicht ganz weitergezogen und so trinken wir jetzt erstmal gemütlich Kaffee – nachdem wir dreimal mit unserem Wasserkocher für Stromausfall gesorgt haben :-) 

  

 

31.5.14 15:32


Zurück aufs Festland

Es ist 6:35 Uhr, wir sitzen in der Cafeteria der Fähre, haben zwei Latte Macchiati, zwei Cornetti und ein Marmeladenbrötchen gefrühstückt und schauen durch die Panoramaverglasung zu, wie unsere Fähre in den Hafen von Livorno einschaukelt. Nachdem wir uns entschlossen hatten schon gestern von Sardinien zurückzufahren, blieb uns nur die Fähre nach Livorno, da Civitavecchia schon voll war, oder bis zum Wochenende zu warten. 

Seit ungefähr zwei Stunden ist die Fahrt nicht mehr so ruhig und so schwankt unser Schiff mal mehr mal weniger sanft von links nach rechts. Aber Land ist schon in Sicht und die Sonne kämpft sich allmählich gegen die Wolkenmassen hindurch und sucht sich das eine oder andere Wolkenloch. Sieht toll aus. Gerade läuft zum dritten Mal die Wettervorhersage auf dem Monitor, für heute sind viele Wolken und Regen angekündigt - mal sehen ob wir Glück haben. Unser Ziel für heute ist Perugia.

In den letzten Tagen waren wir von Porto Puddu der Küste entlang in Richtung Palau unterwegs gewesen und haben mit Porto Cervo wohl einen der Hotspots der Costa Smeralda besucht. Woran man erkennt, dass hier die High Society unterwegs ist? Es ist sauber – so richtig sauber an der Costa Smeralda. Anders als im Süden bei Cagliari. Alles wird für den Saisonstart am 1. Juni auf Hochglanz poliert, geputzt, gereinigt …  Die ersten Yachten, von denen die eher kleineren im Internet gebraucht ab 2,5 Millionen Euro gehandelt werden, liegen bereits im Hafen von Porto Cervo, die Eispreise steigen und die Einfahrtsverbotschilder für Camper nehmen überhand.

Es ist einfach traumhaft schön hier an der Costa Smeralda. Die Küste, die Strände, die Orte und immer wieder das Meer!  – Würden wir nochmals nach Sardinien fahren, würden wir wohl nicht mehr eine Inselumrundung machen, sondern nach der Hälfte der Strecke die Insel queren und hauptsächlich den Norden besuchen. 


Zeitlich gesehen haben wir alles richtig gemacht. In den knapp drei Wochen in denen wir hier auf der Insel waren, waren wir insgesamt nur sechs Nächte auf einem Campingplatz gestanden und konnten sonst frei und kostenlos meist am oder in der Nähe des Strandes stehen. Das dürfte am kommenden Wochenende vorbei sein. Dann beginnt hier die Hochsaison und die Campen verboten Schilder wechseln von Zier- in Geltungsstatus.

28.5.14 06:45


Von Cagliari immer weiter in den Norden

Vor einigen Tagen hatten wir südwestlich von Cagliari am Capo Malfatano übernachtet, einem der südlichsten Punkte der Insel, und hatten somit ungefähr die Hälfte unserer Inselumrundung absolviert. Seitdem sind wir wieder in nördlicher Richtung unterwegs, immer an der Westküste entlang und haben heute mit Capo Testa den nördlichsten Punkt erreicht und ausgiebig erkundet.

Ausgestattet mit unseren Flipflops waren wir losmarschiert, um uns die Sicht auf Korsika vom Aussichtspunkt der Halbinsel anzuschauen (von hier sind es nur wenige Kilometer hinüber auf die Nachbarinsel). Dann waren wir einfach weiter und immer weiter durch die imposanten Granitformationen gewandert bis wir schließlich über Felsen klettern und uns durch Hecken und Sträucher schlagen mussten, um den immer enger werdenden und überwucherten Trampelpfaden zu folgen. Spaß hat es in jedem Fall gemacht, aber es ist ja nicht so, dass wir 1A Wanderschuhe im Kofferraum hätten! (Hab ich eigentlich schon erzählt, dass wir meinen verlorenen Wanderschuh wieder nachgekauft haben?)


Nach unserer Wanderung versuchten wir vergeblich eine SportsBar zu finden, in der wir den GP von Monaco hätten schauen können. So blieb uns nur, das Rennen über den LiveTicker zu verfolgen und das Ergebnis wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen. 

Jetzt sitzen wir im Regen am Surferparadiesstrand von Porto Puddu, neben uns stehen drei T3 und zwei Mercedes Vito (allesamt Surferkarren) während ich euch auf den neuesten Stand bringe und Carsten die Wahlergebnisse der Europawahl nachschaut – wir müssen ja ein wenig am Ball bleiben.

Unser erster längerer Stopp war am Strand von Porto Pino, direkt neben dem Nato-Sperrgebiet gewesen. Gerade solange, wie wir es im heißen Sand in der Nachmittagssonne aushalten konnten. Der Mai ist hier schon richtig heiß und man mag sich den August erst gar nicht ausmalen! Doch anscheinend gehört Sardinien zu den Lieblingssommerferienzielen der Festlanditaliener und die Insel soll während der Sommermonate komplett ausgebucht sein.

Auf dem Campingplatz bei Oristano trafen wir dann zum zweiten Mal auf ein Lehrerpaar mit ihrer kleinen Tochter, die wir schon auf dem letzten Campingplatz getroffen hatten. Wir verabredeten uns auf eine Flasche Wein, sollten wir uns auf dem nächsten Campingplatz wieder sehen. Dazu muss man sagen, dass wir nur alle drei oder vier Tage auf einen Platz gehen, die ACSI-Plätze aber in ihrer Anzahl begrenzt sind und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich wiedersieht, deshalb gar nicht so gering ist.

Nachdem wir nördlich von Bosa den bisher schönsten kleinen Strand versteckt in einer Bucht gefunden hatten, trafen wir in Alghero die für uns schönste Altstadt an. Ausversehen fanden sich auch tolle Einkaufsmöglichkeiten und so war es alles in allem ein erfolgreicher Stadtbummel.

Danach ging es noch zur Grotta di Nettuno, die Grotte des Neptun, einer Tropfsteinhöle am Capo Caccia. 


In Sassari hatten wir dann größere Probleme einen Parkplatz zu finden und parkten schließlich auf einem Parkstreifen, der zwar gelb umrandet war (ganz schlechtes Zeichen), auf dem aber auch viele andere Autos standen und somit war unser Gewissen beruhigt. Wir hatten ja auch eine Passantin gefragt, ob wir hier stehen bleiben könnten und nachdem sie das Parkschild auch nicht eindeutig deuten konnte, waren wir beruhigt und zogen los. Zwanzig nach vier kamen wir dann wieder zurück und konnten gerade sehen, wie zwei Abschleppmenschen die zweite Abschleppstange unter die Vorderachse unseres Bobs schoben und ein Polizist mit den Mitarbeitern des Supermarkts redete. Wir standen also auf der Parkfläche der Anlieferung, der LKW wartete schon in der Seitenstraße und nur noch unser Auto stand auf dem Seitenstreifen. Oha!

Zum Glück muss der Abschlepper in Italien eine halbe Stunde warten, bis er abschleppen darf. Zum Glück kamen wir gerade noch rechtzeitig zurück. Zum Glück fand uns der Polizist mit unserem Italienisch sympathisch und redete dem Abschlepper die Anfahrtsgebühren mit einer typisch italienischen Handbewegung (man stelle sich vor,  wie sich Daumen, Mittel- und Zeigefinger berühren und die Hand energisch hin und her geschüttelt wird) energisch aus. Zum Glück gibt es bei Strafzetteln, die innerhalb von fünf Tagen bezahlt werden, 30% Nachlass. Zum Glück waren es zum Schluss nur 28,70 Euro.  So hatten wir dann am Abend bei einer Flasche Sekt (den Wein haben wir am zweiten Abend getrunken) beim Wiedersehen mit dem Lehrerpaar etwas zu erzählen. Tatsächlich hatten wir uns nach vier Tagen wieder getroffen.  

26.5.14 09:35


Statistiken und andere Motivationskiller ...

Die letzten Tage war es etwas still um meinen Blog. Was war los? Ein klein wenig war ich – ja was war ich – beleidigt ist das falsche Wort, vielleicht hat sich mein Schreibego gekränkt gefühlt. Im April, in dem ich seit unserer Rückkehr aus Australien nichts mehr über uns geschrieben habe, haben mehr Leute meine Seite angeklickt als jetzt im Mai auf Bobontour2. Natürlich ist das Schielen auf die Statistik Blödsinn, aber man fragt sich schon, warum an manchen Tagen fast zwanzig Leute lesen wollten, was wir erleben und in den letzten Tagen im Durchschnitt drei oder vier. Und dabei bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob es nicht ausschließlich unsere Eltern auf der Suche nach einem Lebenszeichen waren, die gleich mehrmals am Tag die Seite aufriefen. – Tja, damit war meine Motivation erstmal dahin und ich habe geschmollt. Aber eigentlich macht mir das Bloggen super viel Spaß und so gerne ich mitten drin im Geschehen bin, so gerne schreibe ich auch von dem was wir erleben. Auch wenn es mal mehr und mal weniger spektakulär ist.

Vielleicht schlägt sich auch so ein bisschen die Sabbatjahr-Endzeitstimmung durch – wer weiß. Dabei sind wir noch eine ganze Zeit unterwegs, aber gerade bestimmt doch eher die Schule meine Gedankenwelt (was ich schleunigst wieder ändern muss) und für Carsten geht es langsam aber sich über in die heiße Phase der Bewerbungen. Mal sehen was unsere Handyrechnungen in diesem Monat zusammenbringen werden. Aber so oft werden wir auch nicht mehr die Gelegenheit haben, wichtige berufliche Telefonate am Strand mit Meeresrauschen als Hintergrundgeräusche zu führen.

Vielleicht lag die latente Schreibunlust auch daran, dass sich Sardinien nicht als das ganz spektakuläre Reiseziel herausgestellt hat, auf das wir uns schon seit dem Winter gefreut haben. Wie gesagt, die Landschaft ist wunderschön, abwechslungsreich und bietet für viele Geschmäcker etwas. Wir sehen Mountainbiker, Kletterer, Motorradkollonen, man kann hier wunderbar surfen, kiten und tauchen und wohl am besten von Stand zu Strand und Bucht zu Bucht fahren, um jeden Tag an einem anderen Strand zu liegen. Was fehlt uns dann eigentlich? Wir finden hier einfach keinen Zugang zu den Sarden. Unser Kioskverkäufer hier auf dem Campingplatz verweigert jegliches Italienisch und auch sonst zeigt sich die häufig an Häuserwände gesprühte Aussage „Sardegna is not Italy“ in der Mentalität der Leute. Es ist einfach anders, als wir es in unseren bisherigen Italienurlauben gewohnt waren.

So, jetzt ist genug gejammert und ich hoffe, nicht auch noch meine wenigen Stammleser vergrault zu haben. Mit meinem nächsten Eintrag bringe ich euch dann wieder auf den neuesten Stand und erzähle, warum man nicht länger als erlaubt auf gelb umrandeten Parkplätzen stehen sollte …

23.5.14 21:19


Cagliari - Hauptstadt Sardiniens

Gestern waren wir von der Costa Rei bis Cagliari gefahren und machten unseren Großeinkauf für die kommende Woche. Für solch einen Großeinkauf eignen sich aus unserer Sicht vor allem Lidlfilialen – dort bekommt man, was man in italienischen Läden nicht bekommt – und alles was ein „Iper“ (im Sinne von ´riesen groß`) vor dem Namen hat: Iper-Coop, Iper- Carrefour, Iper-Pan …  Allein die Gemüseauswahl, die Fisch- oder Käsetheke sind schon riesig, aber erst das Olivenöl-, Tomatensoßen- oder Kekseregal lässt keinen Wunsch unerfüllt. Also haben wir vorsichtshalber (wer weiß schon wo und wann wir wieder einen Iper finden) unseren – derzeit im elterlichen Keller befindlichen Olivenölvorrat – um weitere zwei Prachtexemplare erweitert.

Die Suche nach einem Nachtquartier führte uns dann wieder aus der Stadt heraus und in östlicher Richtung immer der Küste entlang. Schließlich wurden wir neben einem holländischen Wohnmobil direkt am Strand fündig und schauten zu, wie sich unglaubliche Unwetterwolken nach und nach aufbauten und zum Glück einfach an uns vorbei zogen.



Heute hatten wir uns vorgenommen Cagliari zu erkunden. Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens, hat 150.000 Einwohner und liegt ganz im Süden der Insel direkt am Meer. Gestern schon waren uns die großen Salinen aufgefallen, die sich zwischen Strand und Stadt erstrecken, in denen Flamingos waten und die Straßen direkt hindurch führen. Ob sich da nicht der Stadtschmutz niederschlägt, der innerhalb eines Sommers entsteht?

Wer mit dem Auto – wie wir heute – nach Cagliari hineinfährt sollte sich auf zwei Dinge gefasst machen. Straßen, die immer enger werden und konsequente Einbahnstraßenführung. Verpasst man aus Versehen eine Querstraße so kann man sich auf eine ausführliche Routenkorrektur einstellen.

Ist man aber erst einmal im Inneren der Stadt angekommen, lohnt sich neben des Stadtviertels Il Castello unbedingt ein Besuch der Markthalle „Mercato di San Benedetto“. In zwei Etagen bekommt man geboten, was die einheimische Obst-, Gemüse-, Fleisch-, Fisch- und Käsevielfalt zu bieten hat. Die untere Etage besteht nur aus Fischhändlern, die ihre frische und frischeste Ware anpreisen. Ich kaufe mir wirklich verlockend aussehende Gamberi und bekomme auf Nachfrage, wie man die Sardinen am besten zubereitet, gleich eine Handvoll geschenkt. (Wie bisher jeder Fisch können sie in etwas Olivenöl, mit frischen Tomaten, Petersilie, Knoblauch, Meersalz und Weißwein angebraten werden, oder sie werden roh gegessen, nachdem sie zwei Stunden in Zitronensaft eingelegt waren. Beides will ich morgen probieren.) Im oberen Stockwerk kaufen wir uns durch die Gemüse- und Käsestände und verkosten unterschiedliche Ziegenkäse, die für Sardinien ganz typisch sind. Überraschend fein im Geschmack und nicht teuer im Preis!

Il Castello ist das älteste Stadtviertel der Stadt und bietet neben zwei erhalteten Wachtürmen, einigen Museen, der Kathedrale, dem Gefängnis und vielen Plätzen auch den Aussichtspunkt Bastione di Saint Remy, von wo aus man einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen hat. 


16.5.14 21:13


Bis zur Costa Rei ...

Unsere Reiseroute führt uns in südlicher Richtung noch immer weiter auf der Strada Statale 125, deren Neuausbaustrecke ab Tortoli wunderschön mit Blumen eingesäumt ist.


Nachdem wir am gestrigen Morgen am Alto Piano die Safaritauglichkeit von Bob ausgetestet hatten und schließlich kehrt machen mussten (zu steil und zu niedrige Bäume für unser Hochdach) gelangten wir schließlich nach Arbatax und besichtigten die einzige Sehenswürdigkeit des Hafenstädtchens, den "roten Felsen von Arbatax", einen großen tiefroten Porphyrfelsen.

Auf der Suche nach einem guten Stellplatz für die Nacht fuhren wir weiter bis Muravera und von dort aus in Richtung Costa Rei, wo wir zwischen zwei Campingplätzen direkt am Strand fündig wurden. Außer uns standen in den Dünen zwei weitere Wohnmobile, ansonsten gab es weit und breit keine Menschenseele.

Unser Stellplatz direkt am Strand mit Aussicht aufs Meer!

Heute sind wir auf einen dieser Campingplätze gefahren - notgedrungen. Wäsche waschen, Frischwasser auffüllen, Strom aufladen, Bob putzen - das volle Programm.

Die Wäscheleinen haben wir schon auf sämtlichen angrenzenden Parzellen gespannt und warten darauf, dass die beiden Maschinen (stolze 7€ je Waschgang) bald fertig sind. Stören wird das hier niemanden. Auf dem riesigen Campingplatz stehen außer uns keine zehn anderen Wohnmobile verstreut herum und es ist schon etwas öde, so ganz ohne Nachbarn. Aber morgen wollen wir eh weiter in Richtung Cagliari und hoffen, dass es zum Wochenende hin etwas belebter wird auf den Plätzen. 

14.5.14 14:03


Unterwegs auf der Strada Statale 125

Gestern waren wir ziemlich lange unterwegs und hatten gegen sieben Uhr abends noch eine Bergstrecke von knapp 70km vor uns. Wer unser Auto kennt, weiß, dass das nicht unter eineinhalb Stunden machbar gewesen wäre.

Wir waren am Vormittag von Santa Lucia zur Grotta di Ispinigoli aufgebrochen. Nach einem ausgiebigen Brotzeitstopp kamen wir pünktlich zur im Reiseführer beschriebenen stündlichen Führung um 14 Uhr an – als hätten wir noch nie etwas von südländischer Siesta gehört. Also fuhren wir eine Ortschaft weiter, sodass wir einigermaßen guten Handyempfang hatten und schauten Runde 6 bis 20 des Formel1 Rennens.

Wieder zurück an der Grotta bekamen wir um 15 Uhr unsere Privatführung durch die Tropfsteinhöhle. Sie ist von den Ausmaßen her nicht ganz so groß wie die Grotta Gigante bei Triest, dafür befindet sich in ihr mit 37 Metern der höchste Stalagmit Europas und zweitgrößte der Welt. Da er an seiner Spitze mit einem (nur einen Meter langen) Stalagtit zusammengewachsen ist, bilden sie zusammen eine sog. Colonna, eine Säule vom Boden der Höhle bis zur Decke.

Unsere Fahrt führte uns weiter auf den Monte Ortobene bei Nuoro und über Orosei wieder zurück nach Dorgali.

Von dort aus standen uns die 70km noch bevor. Das Wetter war aber schön und bis zum Sonnenuntergang hatten wir noch etwas Zeit, also fuhren wir los.


Keine 10km weiter hatten wir unser Nachtquartier durch Zufall gefunden. In einer Kurve der Bergstraße stand plötzlich eine kleine Touristeninfo mit Kiosk und Panoramaaussichtspunkt und auf Nachfrage durften wir dort die Nacht über stehen. Super schön, kostenlos und mit toller Aussicht.

Heute wollten wir dann eigentlich einen ruhigen Tag mit wenig Fahrt und mehr Zeit am Strand verbringen. Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer entschlossen wir uns dann aber doch für die Wanderung in den „Grand Canyon Europas“, die Gola su Goroppu, deren Startpunkt direkt auf unserer Strecke lag. Super Idee – jetzt sitzen wir da und pflegen unsere Füße und harren der Schmerzen, die uns in Waden und Oberschenkeln morgen drohen werden.


Ich war zwar noch nie am Grand Canyon, aber etwas spektakulärer stelle ich ihn mir schon vor. Die Strecke hinunter und vor allem wieder hinauf (8km Strecke, 1.200 Höhenmeter, 28°C, 4 Stunden) hatte es in sich! Wer einmal hierher kommt, nimmt am besten den etwas längeren Weg des zweiten Eingangs, der wohl aber wesentlich leichter zu meistern ist.

Von unserem heutigen Übernachtungsplatz können wir das Ziel unserer 70km Etappe immerhin schon sehen. Wieder stehen wir an der Bergstraße, diesmal mit Sicht aufs Meer.

12.5.14 19:26


Heute am Muttertag ...

... schicken wir zuerst einmal herzliche Grüße nach Hause! Heute fahren wir weiter von Santa Lucia, wo wir die letzten beiden Tage auf dem Campingplatz gewesen sind, zu einer Tropfsteinhöhle, der Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali. Von dort aus geht es weiter zum Monte Ortobene, von dem aus man eine tolle Aussicht auf das Meer und die nahegelegenen Orte haben soll. Die Sarden treffen sich dort wohl gerne zu einem Sonntagnachmittag-Picknick und auch wir werden unsere neue Kühltasche packen und uns von der Schönheit der Aussicht überzeugen.
11.5.14 11:03


Von Livorno nach Olbia ...

... fahren wir heute Nacht mit der Fähre. In einer halben Stunde geht es los und morgen früh, nach neun Stunden Fahrt, erreichen wir Sardinien.


Gestern waren wir bis Parma gefahren, wo wir schon vor vier Jahren einmal gewesen sind. Damals hatte uns die Stadt so gut gefallen, dass wir ursprünglich dort unseren Sprachkurs machen wollten. Die Kälte im Winter und die hohen Studiengebühren hielten uns aber davon ab. 

Beim Abendspaziergang durch die Stadt gestern und auch heute bei unserer Fahrradtour mussten wir allerdings wieder feststellen, dass Parma mehr ist als nur Käse, Schinken und Nudeln. Die Stadt bietet eine Vielzahl kleiner, feiner Geschäfte, Feinkostläden, Bars, Restaurants ... und ist immer eine Reise wert.


Von Parma aus fuhren wir über La Spezia, an Carrara vorbei, nach Livorno. Von hier aus setzen wir nun über nach Olbia. Zum Glück haben wir noch ein paar Stunden Zeit, um im Reiseführer zu lesen. Unvorbereitet - wie immer - sind wir auch diesmal unterwegs und sind gespannt, was uns auf Sardinien erwartet und was wir dort erleben werden.

8.5.14 21:46


Wir sind dann mal wieder weg ...

... und erzählen diesmal auf bobontour2 von unserer Reise. 

Bobontour funktioniert nach wie vor, ist aber "voll", d.h. ich kann keine weiteren Bilder mehr hochladen. Ganz schlecht für diejenigen, die lieber Bilder schauen als Text lesen :-)

Deshalb war der Umzug auf diese Seite notwendig geworden. Wer also nachlesen möchte, wo wir schon gewesen sind und was wir schon alles erlebt haben, klickt einfach auf den Link "was bisher geschah ...". 

Diesmal ist der Blog zweigeteilt. Hier auf der Hauptseite erzählen wir wie gehabt, wo wir uns gerade aufhalten und was so los ist unterwegs. 

"Italienisch vom Campingplatz" ist neu. Da wir ja im November einen Sprachkurs gemacht hatten, zwischendurch aber wieder acht Wochen in Neuseeland und Australien unterwegs waren, müssen wir ganz dringend unsere Sprachkenntnisse auffrischen und wollen dazu möglichst bald und häufig in ein "Italienischsprachbad" tauchen. Auf Sizilien hatten wir das schon auf dem Campingplatz erlebt und innerhalb weniger Tage viel gelernt - vor allem nützliche Dinge, Redewendungen und Rezepte.

Unter "Italienisch vom Campingplatz" (im Menü links) wollen wir davon immer wieder etwas mit euch teilen. 

Wie auch schon beim letzten Mal freuen wir uns natürlich immer über Grüße im Gästebuch! 

8.5.14 21:05





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