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Wir sind dann mal wieder weg ...

... und erzählen diesmal auf bobontour2 von unserer Reise. 

Bobontour funktioniert nach wie vor, ist aber "voll", d.h. ich kann keine weiteren Bilder mehr hochladen. Ganz schlecht für diejenigen, die lieber Bilder schauen als Text lesen :-)

Deshalb war der Umzug auf diese Seite notwendig geworden. Wer also nachlesen möchte, wo wir schon gewesen sind und was wir schon alles erlebt haben, klickt einfach auf den Link "was bisher geschah ...". 

Diesmal ist der Blog zweigeteilt. Hier auf der Hauptseite erzählen wir wie gehabt, wo wir uns gerade aufhalten und was so los ist unterwegs. 

"Italienisch vom Campingplatz" ist neu. Da wir ja im November einen Sprachkurs gemacht hatten, zwischendurch aber wieder acht Wochen in Neuseeland und Australien unterwegs waren, müssen wir ganz dringend unsere Sprachkenntnisse auffrischen und wollen dazu möglichst bald und häufig in ein "Italienischsprachbad" tauchen. Auf Sizilien hatten wir das schon auf dem Campingplatz erlebt und innerhalb weniger Tage viel gelernt - vor allem nützliche Dinge, Redewendungen und Rezepte.

Unter "Italienisch vom Campingplatz" (im Menü links) wollen wir davon immer wieder etwas mit euch teilen. 

Wie auch schon beim letzten Mal freuen wir uns natürlich immer über Grüße im Gästebuch! 

8.5.14 21:05


Von Livorno nach Olbia ...

... fahren wir heute Nacht mit der Fähre. In einer halben Stunde geht es los und morgen früh, nach neun Stunden Fahrt, erreichen wir Sardinien.


Gestern waren wir bis Parma gefahren, wo wir schon vor vier Jahren einmal gewesen sind. Damals hatte uns die Stadt so gut gefallen, dass wir ursprünglich dort unseren Sprachkurs machen wollten. Die Kälte im Winter und die hohen Studiengebühren hielten uns aber davon ab. 

Beim Abendspaziergang durch die Stadt gestern und auch heute bei unserer Fahrradtour mussten wir allerdings wieder feststellen, dass Parma mehr ist als nur Käse, Schinken und Nudeln. Die Stadt bietet eine Vielzahl kleiner, feiner Geschäfte, Feinkostläden, Bars, Restaurants ... und ist immer eine Reise wert.


Von Parma aus fuhren wir über La Spezia, an Carrara vorbei, nach Livorno. Von hier aus setzen wir nun über nach Olbia. Zum Glück haben wir noch ein paar Stunden Zeit, um im Reiseführer zu lesen. Unvorbereitet - wie immer - sind wir auch diesmal unterwegs und sind gespannt, was uns auf Sardinien erwartet und was wir dort erleben werden.

8.5.14 21:46


Heute am Muttertag ...

... schicken wir zuerst einmal herzliche Grüße nach Hause! Heute fahren wir weiter von Santa Lucia, wo wir die letzten beiden Tage auf dem Campingplatz gewesen sind, zu einer Tropfsteinhöhle, der Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali. Von dort aus geht es weiter zum Monte Ortobene, von dem aus man eine tolle Aussicht auf das Meer und die nahegelegenen Orte haben soll. Die Sarden treffen sich dort wohl gerne zu einem Sonntagnachmittag-Picknick und auch wir werden unsere neue Kühltasche packen und uns von der Schönheit der Aussicht überzeugen.
11.5.14 11:03


Unterwegs auf der Strada Statale 125

Gestern waren wir ziemlich lange unterwegs und hatten gegen sieben Uhr abends noch eine Bergstrecke von knapp 70km vor uns. Wer unser Auto kennt, weiß, dass das nicht unter eineinhalb Stunden machbar gewesen wäre.

Wir waren am Vormittag von Santa Lucia zur Grotta di Ispinigoli aufgebrochen. Nach einem ausgiebigen Brotzeitstopp kamen wir pünktlich zur im Reiseführer beschriebenen stündlichen Führung um 14 Uhr an – als hätten wir noch nie etwas von südländischer Siesta gehört. Also fuhren wir eine Ortschaft weiter, sodass wir einigermaßen guten Handyempfang hatten und schauten Runde 6 bis 20 des Formel1 Rennens.

Wieder zurück an der Grotta bekamen wir um 15 Uhr unsere Privatführung durch die Tropfsteinhöhle. Sie ist von den Ausmaßen her nicht ganz so groß wie die Grotta Gigante bei Triest, dafür befindet sich in ihr mit 37 Metern der höchste Stalagmit Europas und zweitgrößte der Welt. Da er an seiner Spitze mit einem (nur einen Meter langen) Stalagtit zusammengewachsen ist, bilden sie zusammen eine sog. Colonna, eine Säule vom Boden der Höhle bis zur Decke.

Unsere Fahrt führte uns weiter auf den Monte Ortobene bei Nuoro und über Orosei wieder zurück nach Dorgali.

Von dort aus standen uns die 70km noch bevor. Das Wetter war aber schön und bis zum Sonnenuntergang hatten wir noch etwas Zeit, also fuhren wir los.


Keine 10km weiter hatten wir unser Nachtquartier durch Zufall gefunden. In einer Kurve der Bergstraße stand plötzlich eine kleine Touristeninfo mit Kiosk und Panoramaaussichtspunkt und auf Nachfrage durften wir dort die Nacht über stehen. Super schön, kostenlos und mit toller Aussicht.

Heute wollten wir dann eigentlich einen ruhigen Tag mit wenig Fahrt und mehr Zeit am Strand verbringen. Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer entschlossen wir uns dann aber doch für die Wanderung in den „Grand Canyon Europas“, die Gola su Goroppu, deren Startpunkt direkt auf unserer Strecke lag. Super Idee – jetzt sitzen wir da und pflegen unsere Füße und harren der Schmerzen, die uns in Waden und Oberschenkeln morgen drohen werden.


Ich war zwar noch nie am Grand Canyon, aber etwas spektakulärer stelle ich ihn mir schon vor. Die Strecke hinunter und vor allem wieder hinauf (8km Strecke, 1.200 Höhenmeter, 28°C, 4 Stunden) hatte es in sich! Wer einmal hierher kommt, nimmt am besten den etwas längeren Weg des zweiten Eingangs, der wohl aber wesentlich leichter zu meistern ist.

Von unserem heutigen Übernachtungsplatz können wir das Ziel unserer 70km Etappe immerhin schon sehen. Wieder stehen wir an der Bergstraße, diesmal mit Sicht aufs Meer.

12.5.14 19:26


Bis zur Costa Rei ...

Unsere Reiseroute führt uns in südlicher Richtung noch immer weiter auf der Strada Statale 125, deren Neuausbaustrecke ab Tortoli wunderschön mit Blumen eingesäumt ist.


Nachdem wir am gestrigen Morgen am Alto Piano die Safaritauglichkeit von Bob ausgetestet hatten und schließlich kehrt machen mussten (zu steil und zu niedrige Bäume für unser Hochdach) gelangten wir schließlich nach Arbatax und besichtigten die einzige Sehenswürdigkeit des Hafenstädtchens, den "roten Felsen von Arbatax", einen großen tiefroten Porphyrfelsen.

Auf der Suche nach einem guten Stellplatz für die Nacht fuhren wir weiter bis Muravera und von dort aus in Richtung Costa Rei, wo wir zwischen zwei Campingplätzen direkt am Strand fündig wurden. Außer uns standen in den Dünen zwei weitere Wohnmobile, ansonsten gab es weit und breit keine Menschenseele.

Unser Stellplatz direkt am Strand mit Aussicht aufs Meer!

Heute sind wir auf einen dieser Campingplätze gefahren - notgedrungen. Wäsche waschen, Frischwasser auffüllen, Strom aufladen, Bob putzen - das volle Programm.

Die Wäscheleinen haben wir schon auf sämtlichen angrenzenden Parzellen gespannt und warten darauf, dass die beiden Maschinen (stolze 7€ je Waschgang) bald fertig sind. Stören wird das hier niemanden. Auf dem riesigen Campingplatz stehen außer uns keine zehn anderen Wohnmobile verstreut herum und es ist schon etwas öde, so ganz ohne Nachbarn. Aber morgen wollen wir eh weiter in Richtung Cagliari und hoffen, dass es zum Wochenende hin etwas belebter wird auf den Plätzen. 

14.5.14 14:03


Cagliari - Hauptstadt Sardiniens

Gestern waren wir von der Costa Rei bis Cagliari gefahren und machten unseren Großeinkauf für die kommende Woche. Für solch einen Großeinkauf eignen sich aus unserer Sicht vor allem Lidlfilialen – dort bekommt man, was man in italienischen Läden nicht bekommt – und alles was ein „Iper“ (im Sinne von ´riesen groß`) vor dem Namen hat: Iper-Coop, Iper- Carrefour, Iper-Pan …  Allein die Gemüseauswahl, die Fisch- oder Käsetheke sind schon riesig, aber erst das Olivenöl-, Tomatensoßen- oder Kekseregal lässt keinen Wunsch unerfüllt. Also haben wir vorsichtshalber (wer weiß schon wo und wann wir wieder einen Iper finden) unseren – derzeit im elterlichen Keller befindlichen Olivenölvorrat – um weitere zwei Prachtexemplare erweitert.

Die Suche nach einem Nachtquartier führte uns dann wieder aus der Stadt heraus und in östlicher Richtung immer der Küste entlang. Schließlich wurden wir neben einem holländischen Wohnmobil direkt am Strand fündig und schauten zu, wie sich unglaubliche Unwetterwolken nach und nach aufbauten und zum Glück einfach an uns vorbei zogen.



Heute hatten wir uns vorgenommen Cagliari zu erkunden. Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens, hat 150.000 Einwohner und liegt ganz im Süden der Insel direkt am Meer. Gestern schon waren uns die großen Salinen aufgefallen, die sich zwischen Strand und Stadt erstrecken, in denen Flamingos waten und die Straßen direkt hindurch führen. Ob sich da nicht der Stadtschmutz niederschlägt, der innerhalb eines Sommers entsteht?

Wer mit dem Auto – wie wir heute – nach Cagliari hineinfährt sollte sich auf zwei Dinge gefasst machen. Straßen, die immer enger werden und konsequente Einbahnstraßenführung. Verpasst man aus Versehen eine Querstraße so kann man sich auf eine ausführliche Routenkorrektur einstellen.

Ist man aber erst einmal im Inneren der Stadt angekommen, lohnt sich neben des Stadtviertels Il Castello unbedingt ein Besuch der Markthalle „Mercato di San Benedetto“. In zwei Etagen bekommt man geboten, was die einheimische Obst-, Gemüse-, Fleisch-, Fisch- und Käsevielfalt zu bieten hat. Die untere Etage besteht nur aus Fischhändlern, die ihre frische und frischeste Ware anpreisen. Ich kaufe mir wirklich verlockend aussehende Gamberi und bekomme auf Nachfrage, wie man die Sardinen am besten zubereitet, gleich eine Handvoll geschenkt. (Wie bisher jeder Fisch können sie in etwas Olivenöl, mit frischen Tomaten, Petersilie, Knoblauch, Meersalz und Weißwein angebraten werden, oder sie werden roh gegessen, nachdem sie zwei Stunden in Zitronensaft eingelegt waren. Beides will ich morgen probieren.) Im oberen Stockwerk kaufen wir uns durch die Gemüse- und Käsestände und verkosten unterschiedliche Ziegenkäse, die für Sardinien ganz typisch sind. Überraschend fein im Geschmack und nicht teuer im Preis!

Il Castello ist das älteste Stadtviertel der Stadt und bietet neben zwei erhalteten Wachtürmen, einigen Museen, der Kathedrale, dem Gefängnis und vielen Plätzen auch den Aussichtspunkt Bastione di Saint Remy, von wo aus man einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen hat. 


16.5.14 21:13


Statistiken und andere Motivationskiller ...

Die letzten Tage war es etwas still um meinen Blog. Was war los? Ein klein wenig war ich – ja was war ich – beleidigt ist das falsche Wort, vielleicht hat sich mein Schreibego gekränkt gefühlt. Im April, in dem ich seit unserer Rückkehr aus Australien nichts mehr über uns geschrieben habe, haben mehr Leute meine Seite angeklickt als jetzt im Mai auf Bobontour2. Natürlich ist das Schielen auf die Statistik Blödsinn, aber man fragt sich schon, warum an manchen Tagen fast zwanzig Leute lesen wollten, was wir erleben und in den letzten Tagen im Durchschnitt drei oder vier. Und dabei bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob es nicht ausschließlich unsere Eltern auf der Suche nach einem Lebenszeichen waren, die gleich mehrmals am Tag die Seite aufriefen. – Tja, damit war meine Motivation erstmal dahin und ich habe geschmollt. Aber eigentlich macht mir das Bloggen super viel Spaß und so gerne ich mitten drin im Geschehen bin, so gerne schreibe ich auch von dem was wir erleben. Auch wenn es mal mehr und mal weniger spektakulär ist.

Vielleicht schlägt sich auch so ein bisschen die Sabbatjahr-Endzeitstimmung durch – wer weiß. Dabei sind wir noch eine ganze Zeit unterwegs, aber gerade bestimmt doch eher die Schule meine Gedankenwelt (was ich schleunigst wieder ändern muss) und für Carsten geht es langsam aber sich über in die heiße Phase der Bewerbungen. Mal sehen was unsere Handyrechnungen in diesem Monat zusammenbringen werden. Aber so oft werden wir auch nicht mehr die Gelegenheit haben, wichtige berufliche Telefonate am Strand mit Meeresrauschen als Hintergrundgeräusche zu führen.

Vielleicht lag die latente Schreibunlust auch daran, dass sich Sardinien nicht als das ganz spektakuläre Reiseziel herausgestellt hat, auf das wir uns schon seit dem Winter gefreut haben. Wie gesagt, die Landschaft ist wunderschön, abwechslungsreich und bietet für viele Geschmäcker etwas. Wir sehen Mountainbiker, Kletterer, Motorradkollonen, man kann hier wunderbar surfen, kiten und tauchen und wohl am besten von Stand zu Strand und Bucht zu Bucht fahren, um jeden Tag an einem anderen Strand zu liegen. Was fehlt uns dann eigentlich? Wir finden hier einfach keinen Zugang zu den Sarden. Unser Kioskverkäufer hier auf dem Campingplatz verweigert jegliches Italienisch und auch sonst zeigt sich die häufig an Häuserwände gesprühte Aussage „Sardegna is not Italy“ in der Mentalität der Leute. Es ist einfach anders, als wir es in unseren bisherigen Italienurlauben gewohnt waren.

So, jetzt ist genug gejammert und ich hoffe, nicht auch noch meine wenigen Stammleser vergrault zu haben. Mit meinem nächsten Eintrag bringe ich euch dann wieder auf den neuesten Stand und erzähle, warum man nicht länger als erlaubt auf gelb umrandeten Parkplätzen stehen sollte …

23.5.14 21:19


Von Cagliari immer weiter in den Norden

Vor einigen Tagen hatten wir südwestlich von Cagliari am Capo Malfatano übernachtet, einem der südlichsten Punkte der Insel, und hatten somit ungefähr die Hälfte unserer Inselumrundung absolviert. Seitdem sind wir wieder in nördlicher Richtung unterwegs, immer an der Westküste entlang und haben heute mit Capo Testa den nördlichsten Punkt erreicht und ausgiebig erkundet.

Ausgestattet mit unseren Flipflops waren wir losmarschiert, um uns die Sicht auf Korsika vom Aussichtspunkt der Halbinsel anzuschauen (von hier sind es nur wenige Kilometer hinüber auf die Nachbarinsel). Dann waren wir einfach weiter und immer weiter durch die imposanten Granitformationen gewandert bis wir schließlich über Felsen klettern und uns durch Hecken und Sträucher schlagen mussten, um den immer enger werdenden und überwucherten Trampelpfaden zu folgen. Spaß hat es in jedem Fall gemacht, aber es ist ja nicht so, dass wir 1A Wanderschuhe im Kofferraum hätten! (Hab ich eigentlich schon erzählt, dass wir meinen verlorenen Wanderschuh wieder nachgekauft haben?)


Nach unserer Wanderung versuchten wir vergeblich eine SportsBar zu finden, in der wir den GP von Monaco hätten schauen können. So blieb uns nur, das Rennen über den LiveTicker zu verfolgen und das Ergebnis wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen. 

Jetzt sitzen wir im Regen am Surferparadiesstrand von Porto Puddu, neben uns stehen drei T3 und zwei Mercedes Vito (allesamt Surferkarren) während ich euch auf den neuesten Stand bringe und Carsten die Wahlergebnisse der Europawahl nachschaut – wir müssen ja ein wenig am Ball bleiben.

Unser erster längerer Stopp war am Strand von Porto Pino, direkt neben dem Nato-Sperrgebiet gewesen. Gerade solange, wie wir es im heißen Sand in der Nachmittagssonne aushalten konnten. Der Mai ist hier schon richtig heiß und man mag sich den August erst gar nicht ausmalen! Doch anscheinend gehört Sardinien zu den Lieblingssommerferienzielen der Festlanditaliener und die Insel soll während der Sommermonate komplett ausgebucht sein.

Auf dem Campingplatz bei Oristano trafen wir dann zum zweiten Mal auf ein Lehrerpaar mit ihrer kleinen Tochter, die wir schon auf dem letzten Campingplatz getroffen hatten. Wir verabredeten uns auf eine Flasche Wein, sollten wir uns auf dem nächsten Campingplatz wieder sehen. Dazu muss man sagen, dass wir nur alle drei oder vier Tage auf einen Platz gehen, die ACSI-Plätze aber in ihrer Anzahl begrenzt sind und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich wiedersieht, deshalb gar nicht so gering ist.

Nachdem wir nördlich von Bosa den bisher schönsten kleinen Strand versteckt in einer Bucht gefunden hatten, trafen wir in Alghero die für uns schönste Altstadt an. Ausversehen fanden sich auch tolle Einkaufsmöglichkeiten und so war es alles in allem ein erfolgreicher Stadtbummel.

Danach ging es noch zur Grotta di Nettuno, die Grotte des Neptun, einer Tropfsteinhöle am Capo Caccia. 


In Sassari hatten wir dann größere Probleme einen Parkplatz zu finden und parkten schließlich auf einem Parkstreifen, der zwar gelb umrandet war (ganz schlechtes Zeichen), auf dem aber auch viele andere Autos standen und somit war unser Gewissen beruhigt. Wir hatten ja auch eine Passantin gefragt, ob wir hier stehen bleiben könnten und nachdem sie das Parkschild auch nicht eindeutig deuten konnte, waren wir beruhigt und zogen los. Zwanzig nach vier kamen wir dann wieder zurück und konnten gerade sehen, wie zwei Abschleppmenschen die zweite Abschleppstange unter die Vorderachse unseres Bobs schoben und ein Polizist mit den Mitarbeitern des Supermarkts redete. Wir standen also auf der Parkfläche der Anlieferung, der LKW wartete schon in der Seitenstraße und nur noch unser Auto stand auf dem Seitenstreifen. Oha!

Zum Glück muss der Abschlepper in Italien eine halbe Stunde warten, bis er abschleppen darf. Zum Glück kamen wir gerade noch rechtzeitig zurück. Zum Glück fand uns der Polizist mit unserem Italienisch sympathisch und redete dem Abschlepper die Anfahrtsgebühren mit einer typisch italienischen Handbewegung (man stelle sich vor,  wie sich Daumen, Mittel- und Zeigefinger berühren und die Hand energisch hin und her geschüttelt wird) energisch aus. Zum Glück gibt es bei Strafzetteln, die innerhalb von fünf Tagen bezahlt werden, 30% Nachlass. Zum Glück waren es zum Schluss nur 28,70 Euro.  So hatten wir dann am Abend bei einer Flasche Sekt (den Wein haben wir am zweiten Abend getrunken) beim Wiedersehen mit dem Lehrerpaar etwas zu erzählen. Tatsächlich hatten wir uns nach vier Tagen wieder getroffen.  

26.5.14 09:35


Zurück aufs Festland

Es ist 6:35 Uhr, wir sitzen in der Cafeteria der Fähre, haben zwei Latte Macchiati, zwei Cornetti und ein Marmeladenbrötchen gefrühstückt und schauen durch die Panoramaverglasung zu, wie unsere Fähre in den Hafen von Livorno einschaukelt. Nachdem wir uns entschlossen hatten schon gestern von Sardinien zurückzufahren, blieb uns nur die Fähre nach Livorno, da Civitavecchia schon voll war, oder bis zum Wochenende zu warten. 

Seit ungefähr zwei Stunden ist die Fahrt nicht mehr so ruhig und so schwankt unser Schiff mal mehr mal weniger sanft von links nach rechts. Aber Land ist schon in Sicht und die Sonne kämpft sich allmählich gegen die Wolkenmassen hindurch und sucht sich das eine oder andere Wolkenloch. Sieht toll aus. Gerade läuft zum dritten Mal die Wettervorhersage auf dem Monitor, für heute sind viele Wolken und Regen angekündigt - mal sehen ob wir Glück haben. Unser Ziel für heute ist Perugia.

In den letzten Tagen waren wir von Porto Puddu der Küste entlang in Richtung Palau unterwegs gewesen und haben mit Porto Cervo wohl einen der Hotspots der Costa Smeralda besucht. Woran man erkennt, dass hier die High Society unterwegs ist? Es ist sauber – so richtig sauber an der Costa Smeralda. Anders als im Süden bei Cagliari. Alles wird für den Saisonstart am 1. Juni auf Hochglanz poliert, geputzt, gereinigt …  Die ersten Yachten, von denen die eher kleineren im Internet gebraucht ab 2,5 Millionen Euro gehandelt werden, liegen bereits im Hafen von Porto Cervo, die Eispreise steigen und die Einfahrtsverbotschilder für Camper nehmen überhand.

Es ist einfach traumhaft schön hier an der Costa Smeralda. Die Küste, die Strände, die Orte und immer wieder das Meer!  – Würden wir nochmals nach Sardinien fahren, würden wir wohl nicht mehr eine Inselumrundung machen, sondern nach der Hälfte der Strecke die Insel queren und hauptsächlich den Norden besuchen. 


Zeitlich gesehen haben wir alles richtig gemacht. In den knapp drei Wochen in denen wir hier auf der Insel waren, waren wir insgesamt nur sechs Nächte auf einem Campingplatz gestanden und konnten sonst frei und kostenlos meist am oder in der Nähe des Strandes stehen. Das dürfte am kommenden Wochenende vorbei sein. Dann beginnt hier die Hochsaison und die Campen verboten Schilder wechseln von Zier- in Geltungsstatus.

28.5.14 06:45


Ganz schön was passiert ...

seitdem wir am Mittwochmorgen in Livorno von Bord der Fähre gegangen waren!

Gerade haben wir in Windeseile den Tisch und unsere Stühle zusammengepackt, unter Bob verstaut, den Strom abgezogen und warten nun, dass sich das Gewitter, das sich seit einiger Zeit mit tiefdunklen Wolken angekündigt hatte, über uns entlädt und weiterzieht. Dann wollen wir uns auf in die Stadt machen. Wir sind seit gestern in Rom und stehen in der Via Casilina ganz in der Nähe des Stadtzentrums auf einem Stellplatz für 15 Euro, bewacht und mit Strom und Wasser.

Aber was war los in den letzten Tagen? Zunächst hatten wir das Problem mit unserem Internetzugang. Obwohl wir das Festland wieder erreicht hatten, funktionierte unser Internet über das Tablet nicht mehr und das bis gestern Abend. Unser Tablet hatte sich in das schiffseigene Handynetz eingewählt, das wiederum mit einem Satteliten verbunden ist und hat für 8MB die stolze Summe von 170 Euro an Kosten verursacht. Damit war unser Konto erstmal gesperrt und wir dreimal bei TIM (unserem Anbieter), bis die Rückerstattung und die Freischaltung erledigt waren. Was man nämlich wissen muss: diese automatische Einwahl kann man nicht ausschalten, sondern muss auf der Fähre das Tablet ganz ausschalten. Die Leute bei TIM waren jedoch so nett, uns die angefallenen Gebühren zu erlassen, aber es hat eben drei Tage gedauert, bis wir wieder ins Netz konnten. Klingt erstmal nicht so schlimm, aber gerade in den letzten drei Tagen wäre ein funktionierender Internetzugang Gold wert gewesen!

Von Livorno aus fuhren wir mit Ziel Perugia über die „Grande Communicazione Livorno-Firenze“ und machten Halt in Florenz. Bei unserem letzten Besuch hatten wir das gesamte must-do-Programm absolviert, mit Ausnahme eines Besuchs des Doms. Den hatten wir nicht auch noch geschafft und wollten dies am Nachmittag nachholen. Wir hatten nach einiger Sucherei einen prima zentrumsnahen Parkplatz gefunden, unseren Bob so gut es geht (mit Zentralverriegelung, Lenkradsperre, Verzurrung der Fahrer- und Beifahrertür und einem Vorhängeschloss in der Laufschiene der Schiebetüre) gesichert und waren über die Ponte Vecchio in die Stadt geschlendert. Als wir wieder zurück kamen fanden wir unseren Bob mit aufgebrochenem Schiebetürschloss vor. Das Schloss hatte den Dieben wohl keine Probleme bereitet, dafür aber unser Vorhängeschloss. Die Schiebetüre ließ sich keine drei Zentimeter weit öffnen, die Vordertüren waren verzurrt  und so war zum Glück nichts gestohlen worden! Aber das Schloss war hin und seitdem können wir unsere Schiebetüre nicht mehr abschließen.

Die folgenden eineinhalb Stunden verbrachten wir bei den Carabinieri, um eine Dokumentation des Vorfalls für unsere Versicherung zu bekommen und die letzten zwei Tage haben wir hauptsächlich damit verbracht, eine VW Werkstatt zu finden, die uns das Schloss austauschen kann. Seit gestern Mittag haben wir die Suche aufgegeben, da kein Zentrallager das Ersatzteil da hat, sondern in Deutschland bestellen muss, was für uns bedeuten würde, dass wir mindestens zehn Tage am selben Ort bleiben müssten. Zum Glück haben wir ja unser Vorhängeschloss!

Und so sind wir über den Lago Trasimeno, über die wirklich tolle Stadt Perugia nun in Rom angekommen.


Gestern Abend waren noch ein wenig unterwegs und über die Piazza Venezia nach Trastevere gegangen und haben Rom auf seine für uns schönste Art genossen. Nach Ladenschluss, dann wenn die Plätze nicht mehr überlaufen sondern nur noch belebt sind, Straßenkünstler für Unterhaltung sorgen, es immer noch warm ist aber schon so dunkel, dass die Plätze bereits beleuchtet sind.


Eigentlich wollen wir jetzt dann auch wieder los. Aber das Gewitter ist immer noch nicht ganz weitergezogen und so trinken wir jetzt erstmal gemütlich Kaffee – nachdem wir dreimal mit unserem Wasserkocher für Stromausfall gesorgt haben :-) 

  

 

31.5.14 15:32





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