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Rom - L'Aqulia - Gargano

Es ist Donnerstagnachmittag, in einer Stunde versuchen wir das French Open Halbfinale mit deutscher Beteiligung über unsere Mini-Antenne und italienisches Fernsehen zu schauen. Mal sehen ob das funktioniert. Solange bringe ich euch auf den neuesten Reisestand. Seit gestern sind wir in Peschici, auf der Halbinsel Gargano und genießen herrliches Wetter und eine tolle Landschaft.

Am Samstagabend waren wir wie schon am Abend zuvor in die Stadt gefahren und zwangsläufig aufgrund der warmen Temperaturen erstmal Eis essen! Bisher hatten wir in Rom sehr gutes Eis bei Grom (ist eine Kette mit Filialen im ganzen Land) gegessen und nun noch eine weitere gute Adresse gefunden: Verde Pistacchio in der Via Nazionale 239. Dort gibt es ein sehr gutes Pistazieneis und ein mindestens genauso gutes Nocciotella (Haselnuss-Nutella-Eis)!

Von dort aus schlenderten wir über die Piazza del Quirinale, vorbei an der Fontana di Trevi zum Pantheon und von dort aus weiter zur Piazza Navona.

Unterwegs hatten wir uns mit allerlei Leckereien ausgestattet (unter anderem mit einem überraschend gut schmeckenden Espresso-Wein) und ließen uns dort nieder.


Als wir dann auf dem Rückweg Halt an der Spanischen Treppe machten, ging es Carsten schon nicht mehr so gut und den Sonntag über verbrachte er mit Fieber im Bett.  

Am Montag schauten wir dann noch auf dem Stellplatz die Übertragung der Militärparade anlässlich des italienischen Nationalfeiertags. Ursprünglich wollten wir dazu in die Stadt hinein und sie uns live anschauen, aber das war ganz und gar unmöglich. Aber es war ganz gut so. Erstens war es schon morgens um zehn brütend heiß gewesen und zweitens konnten wir so doch große Teile der Kommentatorenerklärungen zur Herkunft und Geschichte der einzelnen Paradeteilnehmer ganz gut verstehen und bekamen mehr mit, als wenn wir vor Ort gewesen wären.

Nachmittags setzten wir unsere Fahrt in östlicher Richtung fort und fuhren über Tivoli in die Abruzzen in den Parco Nationale di Gran Sasso.


Mit einem Stop in L’Aquila besuchten wir schon zum zweiten Mal eine von einem Erdbeben völlig zerstörte Stadt und obwohl hier das Erdbeben schon fünf Jahre her ist, ist die Innenstadt zum Teil noch großräumig gesperrt, viele Häuser sind komplett eingerüstet oder werden jetzt erst renoviert oder abgerissen. Auch Santo Stefano di Sessanio, dem im Reisebuch schön beschriebenen Städtchen ist noch immer mehr kaputt, als wieder aufgebaut. Ganz schön bedrückend, wenn man so durch die leeren Gassen eines Ortes geht und alles ist verlassen.


Etwas südlich von Pescara erreichten wir dann wieder das Meer und sind seitdem in südlicher Richtung mit Ziel Lecce unterwegs. Dort wollen wir in den kommenden Tagen unsere ehemaligen Nachbarn aus Kirchheim treffen. Zuvor machen wir aber am Montag und Dienstag noch einen Mini-Sprachkurs. Vier Stunden Doppel-Einzelunterricht!

 

3.6.14 11:11


Pfingsten in Vieste

Heute ist ein wolkenloser, toller Pfingstsonntag! Um acht Uhr waren es schon 27 Grad im Schatten. Wir verlassen heute die Halbinsel Gargano in Richtung Bari und zum Glück geht hier an der Küste ein recht starker Wind. So lässt sich das herrlich warme Wetter prima aushalten.

Die letzten Tage haben wir auf der Halbinsel Gargano verbracht. Die ganze Insel scheint über und über aus Olivenhainen zu bestehen, überall gibt es Direktverkäufe an der Straße. Unser Campingplatz in Vieste, der nebenbei einer der besten Plätze ist, die wir bisher besucht hatten, gehört zu einer Hotelanlage direkt am Strand, mit Pool, Bar, Privatstrand und, und, und ...


An der Rezeption wird Olivenöl direkt aus Vieste verkauft und wir hatten es probiert und als ungeheuer mild und fruchtig empfunden. Anders als die Öle die wir bisher gekauft hatten. Auf meine Frage hin, ob es denn möglich sei, die auf dem Etikett abgedruckte Azienda zu besuchen und dort eventuell Olivenöl direkt kaufen zu können, schnappte sich der Empfangsmensch das Telefon und machte für uns einen Termin für zehn Uhr am nächsten Tag (gestern) aus. Na gut. So direkt hatten wir das eigentlich nicht vor, sondern es war vielmehr eine informative Frage gewesen, aber nun war der Termin schon gemacht und wir fanden uns am Samstagmorgen in bequemen Schuhen, so hatte man es uns gesagt, an der Hotelrezeption ein.

Was in den nächsten geschlagenen fünf Stunden folgte, haben wir mal wieder unter „Lebenserfahrungen“ abgelegt und uns eines geschworen: Verabrede dich nie wieder in Süditalien zu einer Tour oder einem Ausflug, ohne eine feste Rückkehrzeit abzumachen.

Wir hatten gedacht, wir fahren auf einen Hof oder eine kleine Fabrikanlage und bekommen ein wenig über die Herstellung von Olivenöl erzählt. Tatsächlich fuhren wir zunächst einmal mit dem Fiat Panda 4x4 eine halbe Stunde auf kleinen Straßen durch Olivenhaine ins Hinterland, bis wir irgendwann von der Straße abbogen und für die nächsten Stunden alles an Buckelpistentauglichkeit aus dem Auto herausholten, was möglich war. Der Besitzer der Olivenplantage erzählte uns mit Herzblut die ganze Geschichte der in der in der dritten Generation befindlichen fünf- bis sechshundert Olivenbäume und gefühlt hatten wir jeden einzelnen davon mehrfach begutachtet.


Zunächst fuhren wir mehrmals kreuz und quer über das steinige Gelände, um uns besondere Wachstums- und Schnittformen, unterschiedliche Blütenstände und Blätterfarben der Bäume anzuschauen.


Nachdem wir dann auch alte Stallungen, die Steinmauer, das alte Landhaus und die Bäume im angrenzenden Waldstück zu Fuß angeschaut hatten, es bereits zwölf Uhr war und wir beide Hunger hatte, hofften wir, dass wir uns nun langsam aber sicher zum Hof aufmachen würden, um das Öl dann auch probieren zu können.

Weit gefehlt. Die Azienda trägt den Beinamen „Aquaviva“,  da sich auf dem Gelände ein altes römisches Aquädukt samt Brunnen befindet. Wir hatten schon so eine Vermutung als er mit Eimer und Seil bewaffnet nochmals mit uns den Berg hinablief. Bisher war es recht interessant gewesen und man merkte ihm an, dass sein Herz wirklich für die Natur und die Pflege dieser Bäume schlägt, aber die darauf folgende eineinhalbstündige Wanderung zum Wasserloch und wieder zurück hätte nicht auch noch sein müssen - zumal Carsten einen heftigen Heuschnupfenanfall bekam.

Nachdem es dann kurz nach zwei Uhr war, wir auf dem weiteren Weg wiederum etliche Stopps einlegten, sagten wir ihm höflich, dass wir uns auf drei Uhr mit Leuten vom Campingplatz verabredet hätten und langsam aber sicher zurück müssten. Die Enttäuschung war ihm sichtlich anzusehen, denn er hatte noch eine Verköstigung bei sich zu Hause geplant, die wir aber dankend ablehnten. So brachte er uns dann auch auf direktem Weg wieder zurück ans Hotel, und der Empfangschef meinte nur, als er uns zurückkommen sah: „oh, das war wohl eine etwas ausgedehntere Tour …“.

Wer hätte auch gedacht, dass jemand wildfremden Touristen einfach so fünf Stunden seiner Zeit opfert. Ach ja, das Öl selbst gab es übrigens nur an der Rezeption selbst zu kaufen!

Abens waren wir dann noch ein wenig in der Altstadt von Vieste unterwegs, einem wirklich schönen Ort, in dem allerhand los ist. Jetzt am Wochenende wurde dort zum Beispiel auch ein Triathlon ausgetragen.



9.6.14 14:30


Zu Gast in Caprarica

Seit zwei Tagen sind wir zu Gast bei Rosa und Achim, unseren ehemaligen Nachbarn aus Kirchheim. Rosas Familie stammt hier aus der Nähe von Lecce und es hat sich so ergeben, dass sie zur gleichen Zeit Urlaub machen und hier unten nach dem Rechten sehen. Ganz gemütlich verbringen wir die Tage mit einkaufen (Schuhe), am Strand, mit Fußball, üben uns im Nachbarschaftssmalltalk und natürlich mit essen. In den nächsten Tagen wollen wir die südliche Küste Apuliens einmal komplett abfahren und am Montag nochmals mit den Beiden das erste Deutschlandspiel schauen.


13.6.14 11:09


Sprachkurs in Bari und Weinfest in Brindisi

Am Montag fanden die ersten zwei Stunden Italienischunterricht in Mola di Bari statt. Nachmittags fuhren wir nach Bari, wo man zum zweiten Mal versuchte, unser Auto aufzubrechen. Wir hatten es auf einem gut einsichtigen, öffentlichen und zu bezahlenden Parkplatz am Hafen abgestellt und trotzdem war die Schiebetür bei unserer Rückkehr wieder einen Spalt breit offen.  Toi, toi, toi, auch dieses Mal hat unser Vorhängeschloss gehalten. Wir sind außerdem froh, dass es mit der Reparatur des Schlosses bisher nicht geklappt hat, sonst könnten wir es wohl gerade wieder reparieren lassen.

Die Stadt selbst ist ganz schön, verhältnismäßig groß und dank riesiger Kreuzfahrtschiffe voll von Touristengruppen. Neben der Kathedrale, dem Hafen für die Kreuzfahrtschiffe, der Markthalle und der Altstadt mit ihren Gassen und Winkeln kann man auch die „Schwaben-Burg“ Friedrichs des II. besichtigen. Von hier aus wurden im 13. Jahrhundert unter dem Staufer die Kreuzzüge nach Jerusalem geführt. Außerdem liegt in der Basilika San Nicola Sankt Nikolaus von Myra, der Schutzpatron der Stadt, begraben.

Am Dienstag fuhren wir nach unserem Sprachkurs weiter nach Brindisi, wo zufällig nicht nur das Weinfest, sondern auch der Start der Segelregatta Brindisi-Korfu stattfand. Das Weinfest war aber ganz cool, mit Livemusik, vielen Verkaufsständen und heißem Wetter bis in die Nacht. Insgesamt hatten wir sieben verschiedene Weine probiert, von denen wir aber nur einen wirklich gekauft hätten. Zu essen gab es allerlei Typisches aus der Region – für mich natürlich Spaghetti allo scoglio und frittierte Meeresfrüchte und für Carsten frisch handgemachte Pasta und gegrilltes Fleisch.


13.6.14 13:32


Wo Apulien aufhört

Am Wochenende ging es von Caprarica bis ans südlichste Ende von Apulien bei Santa Maria di Léuca.


Kloster Santa Maria di Léuca.

Wir - am südlichsten Punkt Apuliens. 

In Otranto, etwas nördlich an der Ostküste, schauten wir ab Mitternacht das erste Italienspiel auf dem Marktplatz beim Public Viewing - mit Vorabprogramm, Streetfootball und Verkaufsständen war ganz schön was los. War ganz cool. Italien hatte ja dann auch 2:1 gegen England gewonnen.

Am nächsten Morgen waren es trotz Wolken schon wieder weit über 30 Grad und so gingen wir erstmal mitten in der Stadt im Meer baden. Die Bucht ist ziemlich groß und seicht und man kann weit ins Meer hinausgehen, bis man nicht mehr stehen kann.

Wie ein riesiges städtisches Seeschwimmbad. Kaum waren wir dann wieder zurück am Auto, braute sich ein mächtiges Gewitter mit ordentlichem Platzregen zusammen. Gerade so viel, dass wir in der Starkregenphase einmal unseren Bob von außen grundreinigen konnten.  

Nach dem Unwetter fuhren wir über Gallipoli weiter bis Santa Caterina. Obwohl es durch das Gewitter und den Regen kurzfristig um 15 Grad kälter geworden war, die Wolken sich aber schnell wieder verzogen hatten und die Sonne wieder ungehindert scheinen konnte, wurde es am Nachmittag unglaublich schwül und heiß. Unser Stadtspaziergang fiel entsprechend kurz aus und endete in der Gelateria.


In Santa Caterina fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt am Meer, wo wir die Nacht über stehen und am Morgen baden konnten. Das Wasser ist hier in Salento, eben diese südliche Region um Lecce bis zur Spitze, genauso klar wie auf Sardinien und es gibt auch einige vergleichbare Strände. Das Landesinnere besteht zum Großteil aus Olivenhainen – soweit das Auge reicht.


Am Montag fuhren wir über San Césario zurück nach Caprarica und schauten mit Rosa und Achim das Deutschlandspiel.


Wir hatten verabredet, am Abend zum Abschluss unseres Besuchs gemeinsam Essen zu gehen und typisch süditalienisch fiel das Essen in eine wahre Essensschlacht mit verschiedensten Vorspeisen, Primi und Secondi Piatti aus. Absolut gut!

Seit gestern sind wir nun wieder in Richtung Norden unterwegs. Allzu weit sind wir allerdings nicht gekommen. Ostuni, die weiße Stadt, konnten wir noch besichtigen bevor das nächste Gewitter kam und in Martina Franca fanden wir schließlich einen Stellplatz für die Nacht.


Heute fahren wir über Alberobello, wo es die berühmten Trulli-Häuschen zu sehen gibt, und Castel del Monte bis San Giovanni Rotondo, der Pilgerstätte des heiligen Pius. Die wollen wir uns auch noch anschauen, nachdem wir für Nicht-Katholiken mit Padua, Assisi, Rom, Loreto, ( ... ) eh fast schon eine kleine Pilgerreise hinter uns haben.

 

 

 

 

 

 

 

16.6.14 09:48


Castel del Monte

Eigentlich wollten wir gestern nur kurz mal noch durch Martina Franca schlendern und uns die Prachtbauten, die im Reiseführer beschrieben sind, anschauen. Aber es war Mittwoch und damit war Markttag und die gesamte Innenstadt war voller Marktstände. Sämtliche Nebenstraßen waren belagert und Menschenmassen drängten sich von Wäsche-, über Schuh- zu Haushaltswarenständen. Wir mittendrin. Obwohl wir nicht mal annähernd die Hälfte der Stände abgegangen waren, waren wir gut zwei Stunden unterwegs, bis wir endlich auf dem Obst- und Gemüsemarkt angekommen waren. Dort wurden wir dann auch fündig.


In Alberobello (bekannt für seine Trulli-Häuschen), wo wir erst am Nachmittag ankamen, ging ein wahrer Wolkenbruch über uns nieder, der uns zu einer längeren Pause zwang und so erreichten wir Castel del Monte pünktlich zur Schließungszeit.



Dafür war am nächsten Morgen das Wetter wieder etwas gnädiger mit uns und wir konnten das Kastell bei Sonnenschein besichtigen.

Schon ein imposantes Bauwerk!

19.6.14 14:43


Pilgerstätte der Superlative

Als wir letztes Jahr in Padua die letzte Ruhestätte des heiligen Antonius und damit eine wichtige Pilgerstätte Italiens besucht hatten, hatten wir an einem gewöhnlichen Wochentag einen riesigen Ansturm auf die Kirche des Heiligen erlebt.

Auch in Assisi waren Menschenmassen am Namenstag des heiligen Franziskus in die Stadt gekommen, wahrscheinlich aber hauptsächlich weil sich auch der Papst angekündigt hatte. 

Was wir aber als Pilgerstätte des Padre Pio, des heiligen Pius, in San Giovanni Rotondo vorgefunden haben, toppte gänzlich unser Vorstellungsvermögen. Nicht die Menschenmassen, sondern die immensen Ausmaße der Pilgerstätte plätten einen vollkommen. Eine riesige Kirche, darunter der Sarkophag des Heiligen, darumherum Konferenz-, Beicht-, Bet- und Begegnungssäle, Souvenirladen, Pilgerinformationszentrum, Krankenhaus, Parkplätze, Helilandeplatz, alles eigens für die Besucher der letzten Ruhestätte neu gebaut. Platz- und Geldfragen können dabei keine Rolle gespielt haben! Abgefahren, absolut abgefahren!

 

 

22.6.14 21:40


Direkt aus dem Meer

 


24.6.14 10:30


Zum Abschluss nochmals in die Berge

Ein kurzer Abstecher an den Gardasee, um nach heißen Temperaturen auf der Fahrt nochmals eine kleine Abkühlung zu erhalten.

In Algund bei Meran wurde Bob schließlich repariert und von dort aus fuhren wir weiter ins Grödner Tal, wo wir noch ein paar Tage mit Freunden verbringen. 

Nach Monaten am Meer wandern wir nun wieder bei gutem und auch weniger gutem Wetter in den Bergen.

29.6.14 09:26





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